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Stromplanung 20.12.2021

Hop Sol Omburu 20MW Solarpark Hop Sol Omburu 20MW Solarpark

Heute Stromplanung für das Wolke 9 Gebiet bei Jochen Roeber von G.S. Fainsinger & Associates Consulting Engineers (Elektro- und Maschinenbauingenieure)

links Jochen Roeber, mitte Leon Boje Bauingenieur und rechts Kaffee

 

Stromversorgung zum Gelände von Wolke 9

Vorab haben wir Jochen Roeber von unseren Erkundungs- und Abspracheergebnissen mit Erongo RED Omaruru Branch informiert. Mit dieser Authorisierung kann er jetzt die Stromplanung im Detail festlegen und verbindliche Absprachen treffen.
Zur Vorbereitung unserer Besprechung hat er bereits die Leistungsdaten der in Frage kommenden Leitungen und Transformatoren abgefragt und erhalten. Der Strom wird von zwei Seiten von zwei unabhängigen Leitungen in unser Gebiet geführt. Versorgungssicherheit ergibt immer Sinn. Überlandleitungen sind dabei deutlich günstiger, als unterirdisch verlegte Leitungen (Kostenpunkt für die 2 benötigten Kilometer für die eine Leitung bis zum Wolkengebiet mindestens 2 Mio N$ / ca. 115.000 Euro).
Im Wolkengebiet werden prinzipiell alle Leitungen unterirdisch verlegt. Wir wollen die Zuvielisation ja nur nutzen und nicht sehen.

Stromzaun uauf Wolke 9

Der Außenzaun wird elektrifiziert und in verschiedene Strom-Zonen aufgeteilt.  Wenn irgendwo ein Stromausfall ist, kann dadurch die Problemzone direkt von den Reaktionskräften angefahren werden.
Wenn der Zaun einmal steht, werden wir auch ein wenig mit Bewegungsmeldern experimentieren. Die müssen dann aber windsicher und giraffensicher angebracht werden. Da wird noch viel Praxiserfahrung notwendig sein.
Die Kameraüberwachungssysteme müssen ebenfalls an dieses Leitungsnetz angeschlossen werden.

Hier zeigt Leon Boje, wie die Leitungen im Gelände verlaufen, die in die Nähe unseres Wolkengebietes führen.
Unten im Bild die vorläufigen Skizzen für das Willkommenscenter und die Gemeinschaftsgebäude von Wolke 9.
Der genaue Standort und die Ausdehnung wird bis Mitte Januar von uns festgelegt, damit die Strombeiträge von Jochen Roeber spätestens bis zum 25.01. beim Stadtplaner Günther Stubenrauch vorgelegt werden können.

Mitte Januar haben wir mit den zwei Glasfaserbetreibern Telekom Namibia und Paratus  vorab-Gespräche, so das Sie uns ein Angebot erstellen können für die Leitungskosten und ab welchem Zeitpunkt Beiträge dafür bezahlt werden müssen.
Sind wir schon die Generation Netflix?
Für Home-Office Lösungen wird das Glasfaser mit deutlich besseren Upload-Geschwindigkeiten im Vergleich zu Elon Musks Starlink geeigneter sein. Hier ein kurzer Arktikel über Starlink.

 

Bisher haben 40% der bisherigen Kauf- Interessenten angekündigt, so schnell wie möglich dauerhaft einzuziehen, 60% sagen erstmal überwintern oder einen Fuß drin haben. Das hat natürlich massive Auswirkungen auf Stromplanung, Gesamtstromplanung und Strombereitschaft sowie - herstellung.

6 Kilometer von Omaruru wird in Namibias größtem Solarpark Omburu 20MW photovoltaisch Strom produziert werden  Er steht ab 21. Dezember 2021 zur Abnahme bereit.

und hier mit Omarurunase

Photos: Hopsol.com

"Wir brauchen Zahlen, keine Adjektive"

Die Fläche des Solarparks mit Betriebsanlagen sind 300 Hektar, also doppelt so groß wie unser Wolke 9 Gebiet. 
Der durchschnittliche Europäer verbraucht rund 125 Kilowattstunden Energie pro Tag, ohne Klimaanlage.
Bei Vollbelegung von Wolke 9 (zum Beispiel zu meinem Geburtstag) ist grob geschätzt ein Bedarf von 3,2 MW für die Bewohner und 1,8 MW für die Gemeinschaftsanlagen, also 5 MW. Übertragen heißt das bei Strom-Selbstversorgung, daß 75 Hektar von unseren 160 Hektar mit Solarpanels bepflastert werden müssten, um diese Leistung als Dauerleistung zu bringen. Sicher angemessen für eine Mondbasis, aber nicht für ein Nature Estate.
Wenn weniger zu Hause sind, dann reichen vielleicht auch 5 Hektar Fläche, also 8% aus.
Eine Verspargelung mit Windkraftanlagen kommt ebenfalls nicht in Frage.

Grundentscheidung: "Grünen" Strom aus Omaruru beziehen, Photovoltaik maximal für die Gemeinschaftsanlagen, individuelle Stromanschlüsse ans Festnetz.

Stromversorgung auf dem Gelände

Auf eine Straßenbeleuchtung in unserem Gebiet möchten wir verzichten. Wir prüfen gerade in der neuen Gesetzgebung für Entwickler, ob unser Status als Nature Estate oder privater Stadtteil diese Möglichkeit zulässt. Die Vermutung ist bisher "ja". Wir werden dann auch bei der Begründung für diesen Antrag unseren Astro-Bereich anführen.

Zur Erschließung der Einzelgrundstücke wird es 2 Optionen für die Wolkenbewohner geben.
Grundsätzlich wird ein Prepayment-metre - Vorauszahlungszähleranschluß installiert.
Das bedeutet, dass keine Grundgebühr fällig ist. Das Stromguthaben kauft man bedarfsgerecht vorab. Der Zähler zählt vom Guthaben runter. Der Preis für die Kilowattstunde ist dadurch höher.
Das wird die sinnvollste Lösung für alle Späterkommer oder nicht Daueraufenthalter sein.

Alternativ gibt es die Lösung 2: Man hat einen Dauerstromanschluß und bezahlt dafür monatlich eine Gebühr. Dafür ist der Preis der Kilowattstunde geringer.
Dieser Dauerstromanschluß kann durch einen Import/Export Zähler ergänzt werden. Das heißt, man kann mit Photovoltaik jederzeit einspeisen und die produzierten Kilowatt dem Stromerzeuger Erongo Red monatlich in Rechnung stellen.
Damit wird dann kein Strom für die eigene Hütte produziert, aber man erspart sich den ganzen Batterienkladderadatsch.

Natürlich kann man sich eine eigenes Batteriesystem aufbauen für seine Photovoltaik. Dann muss man aber dauerhaft vor Ort sein, um die Batterien zu überwachen. So ein Batteriesystem ist praktisch wie ein Haustier. Also, zumindest wie ein Tamagotchi.

Diese kleine Skizze verdeutlicht das ganz anschaulich.

 

Eine Entscheidung, die wir gerade vorbereiten, ist, ob ein 60 Ampere Anschluß an jedem Haus notwendig ist (höhere Monatsgebühren) oder ob ein 40 Ampere Anschluß ausreicht.

Hier mal ein Stromzähler mit 60 Ampere Anschluss und SIM Karte, damit man online den Strom von überall in der Welt ablesen kann.

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